Infektionsschutz- und Arbeitsschutz in Zusammenhang mit Corona
(COVID-19)
Anpassung des Musterhygieneplans
der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
an die Rahmenbedingungen
der Grundschule am Windmühlenberg

– Ergänzung zum Hygieneplan nach §36 Infektionsschutzgesetz –

Inhalt:

  1. Vorbemerkung
  2. Persönliche Hygiene
  3. Raumhygiene
  4. Hygiene im Sanitärbereich
  5. Infektionsschutz in den Pausen
  6. Infektionsschutz im Unterricht
  7. Infektionsschutz im Sportunterricht
  8. Infektionsschutz im Musikunterricht
  9. Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-
    Krankheitsverlauf
  10. Wegeführung
  11. Allgemeines

1. Vorbemerkung

Unsere Schule verfügt über einen schulischen Hygieneplan nach § 36 i.V.m. § 33 Infektionsschutzgesetz (IfSG), in dem die wichtigsten Eckpunkte nach dem Infektionsschutzgesetz geregelt sind, um durch ein hygienisches Umfeld zur Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und aller an Schule Beteiligten beizutragen.

Der vorliegende Hygieneplan Corona dient im Zusammenhang mit den an der Schule getroffenen Vorkehrungen als Ergänzung zum schulischen Hygieneplan. Schulleitung sowie Pädagoginnen und Pädagogen sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die Hygienehinweise ernst nehmen und umsetzen. Der vorliegende Hygieneplan wird allen Erziehungsberechtigten sowie allen an der Schule tätigen Personen über die an unser Schule gängigen Kommunikationswege (E-Mail, Homepage) zugänglich gemacht. Die Eltern sind aufgefordert, vor dem ersten Schulbesuch ihres Kindes den Plan und die wichtigsten Inhalte zu besprechen.
Alle Beschäftigten der Schulen, alle Schülerinnen und Schüler sowie alle weiteren regelmäßig an den Schulen arbeitenden Personen sind darüber hinaus gehalten, sorgfältig die Hygienehinweise der Gesundheitsbehörden bzw. des Robert Koch-Instituts zu beachten.

Hinsichtlich der Durchführung von Prüfungen gelten zusätzlich die gesonderten Schreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 03.04. und 09.04.2020.

2. Persönliche Hygiene

Ein Mindestabstand von 1,50 m ist jederzeit einzuhalten. Berührungen, Umarmungen, Händeschütteln sind nicht gestattet. Alle am Schulleben beteiligten müssen bei Symptomen einer Atemwegserkrankung der Schule fern bleiben. Die wichtigsten Hygienemaßnahme ist das regelmäßige und gründliche Händewaschen mit Seife, insbesondere nach dem Naseputzen, Husten oder
Niesen; nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln; nach Kontakt mit Treppengeländern, Türgriffen, Haltegriffen etc., vor und nach dem Essen; vor dem Aufsetzen und nach dem Abnehmen einer Schutzmaske, nach dem Toilettengang. Sofern Desinfektionsmittel zur Verfügung steht, sollen die trockenen Hände desinfiziert werden nach dem Händewaschen.
Weitere wichtige Maßnahmen:

 

3. Raumhygiene der Schulräume

Vor Unterrichtsbeginn werden die Klassenräume und das Schulhaus gründlich gelüftet (Hausmeister). Besonders wichtig ist aber auch das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Mehrmals täglich, mindestens in jeder Pause, wird eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorgenommen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Aus Sicherheitsgründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung unter Aufsicht einer Dienstkraft geöffnet werden.
Zur Vermeidung der Übertragung durch Tröpfcheninfektion muss auch im Schulbetrieb ein Abstand von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden. Den Räumlichkeiten entsprechend sind die Klassen in feste Kleingruppen eingeteilt, die den Mindestabstand gewährleisten. Die Tische in den Klassenräumen sind entsprechend weit auseinandergestellt und jedes Kind erhält einen festen Sitzplatz. Das Verändern der Sitzordnung ist untersagt. Partner- und Gruppenarbeit sind im Moment nicht gestattet.

Es werden vorerst Lunchpakete statt des warmen Mittagessens mit einem Abstand von 1,5 m zu organisieren.

Reinigung
Jede Lerngruppe betritt zu Unterrichtsbeginn einen sauberen, desinfizierten und gelüfteten Raum. Das bedeutet, dass die Reinigungsfirma auch vormittags anwesend sein muss. Die DIN 77400 (Reinigungsdienstleitungen Schulgebäude – Anforderungen an die Reinigung) wird beachtet.
Folgende Areale werden durch die Reinigungskräfte besonders gründlich und in stark frequentierten Bereichen mehr als einmal täglich gereinigt werden:

4. Hygiene im Sanitärbereich

Die Toilettenräume werden nur einzeln aufgesucht und dienen nicht als Aufenthaltsraum.
In allen Sanitärräumen steht ausreichend Flüssigseifenspender, Einmalhandtücher und Toilettenpapier bereit und wird regelmäßig aufgefüllt. Plakate sind richtigen Händewaschen hängen aus. Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmalhandtücher stehen bereit und werden regelmäßig geleert.

Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden werden täglich, zum Teil mehrfach durch das Reinigungspersonal gereinigt. Bei Verschmutzungen mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem ist nach Entfernung der Kontamination mit einem mit Desinfektionsmittel getränkten Einmaltuch eine prophylaktische Scheuer-Wisch-Desinfektion erforderlich. Dabei sind Arbeitsgummihandschuhe zu tragen.

5. Infektionsschutz in den Pausen

Auch in den Pausen wird auf die Einhaltung der Abstandregeln geachtet. Versetzte Pausenzeiten sollen dies unterstützen. Während der kleinen Pausen sollen die Schüler an ihren Plätzen bleiben.

6. Infektionsschutz im Unterricht

Der Unterricht wird in festen Kleingruppen, die zeitversetzt in der Schule erscheinen, durchgeführt, um enge Kontakte auf einen überschaubaren Personenkreis zu begrenzen. Auch die Zuordnung der Lehrkräfte wird so wenige Wechsel wie möglich enthalten.
Das Gebot der Kontaktminimierung gilt: Von schulübergreifende Tätigkeiten oder Konferenzen von Lehrkräften wird abgesehen. Konferenzen finden vorwiegend als Videokonferenz oder telefonisch statt. Elterngespräche werden auch telefonisch gehalten.

7. Infektionsschutz im Sportunterricht

Sportunterricht kann aus Gründen des Infektionsschutzes nur unter Wahrung des Abstandsgebotes und nur im Freien in der täglichen Kleidung stattfinden (keine Sportkleidung!). Die Umkleide- und Sanitärbereiche werden gesperrt. Unter Einhaltung der Hygieneregeln sollten den Schülerinnen und Schülern statt des klassischen Sportunterrichts Bewegungsangebote gemacht werden.

8. Infektionsschutz im Musikunterricht

Es findet lediglich theoretischer Musikunterricht statt. Die SchülerInnnen dürfen weder singen noch auf Instrumenten musizieren.

9. Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren
COVID-19-Krankheitsverlauf

Dienstkräfte aus den besonderen Risikogruppen werden nicht zu einer Tätigkeit in der Schule herangezogen. Dies betrifft in Berlin Dienstkräfte Ü60, Dienstkräfte mit bestimmten vorbestehenden Grunderkrankungen sowie zusätzlich zu den Empfehlungen des RKI schwangere Dienstkräfte und schwerbehinderte und gleichgestellte Dienstkräfte. Für die schwerbehinderten und gleichgestellten Dienstkräfte gilt dies allerdings nur dann, wenn eine infolge von Vorerkrankungen bestehende besondere Gefährdung im Zusammenhang mit einer Coronavirusinfektion gegenüber der Schulleitung glaubhaft gemacht wird, im Zweifelsfall könnte dazu ein ärztliches Attest gehören.
Schülerinnen und Schüler, die aufgrund spezifischer Vorerkrankungen besonders stark durch eine Covid-19-Infektion gefährdet würden (z.B. bei Vorerkrankungen der Lunge, Mukoviszidose, immundepressive Therapien, Krebs, Organspenden etc.), können zu Hause lernen. Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen (Eltern, Geschwisterkinder) mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf leben. Notwendig ist die Glaubhaftmachung gegenüber der Schule, soweit die Erkrankung der Schule nicht ohnehin hinreichend bekannt ist (vgl. Organisationsschreiben zur Wiederöffnung der Schulen).

10. Wegführung

Der Unterricht der Kleingruppen beginnt zu versetzten Unterrichtszeiten. Die Schüler treffen sich am Schultor, wo sie sich in ausliegenden Gymnastikringen (mit einem Abstand von 1,50m) „anstellen“. Sie werden dort abgeholt von ihrer Lehrkraft und gehen mit Abstand einzeln als erstes Händewaschen und Händedesinfinzieren – sofern vorhanden. Der Zugang zu den Klassenräumen ist danach möglich, ohne eine Türklinke berühren zu müssen.
Eine „Einbahnstraße“ wurde im Schulgebäude eingerichtet, damit der Abstand eingehalten werden kann. Die Wege sind durch Pfeile und Plakate visualisiert. Der Einlass ist am Haupteingang, der Ausgang am Eingang bei der Turnhalle. Nach Unterrichtsschluss ist das Schulgebäude unverzüglich unter Einhaltung der Abstandsregeln zu verlassen und der Heimweg anzutreten. Die versetzen Unterrichtszeiten sind auch hier ein großer Vorteil.

11. Allgemeines

Die vorliegende Ergänzung zum Hygieneplan wird dem Gesundheitsamt zur Kenntnis gegeben. Eine Anpassung wird schnellstmöglich erfolgen, sollten sich die Gegebenheiten ändern.